Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist weltberühmt – doch nicht jeder kann sich einen Gang über den Markt leisten. Genau hier setzt die Idee des Vereins Sternchenmarkt e. V. an: Bereits ab Sommer werben Jan Möllendorf und Joachim Bisch (RC Nürnberg-Kaiserburg) als Vorstände des Vereins um Sponsoren, Unterstützer und Unternehmen, das Budget liegt bei mehr als 100.000 Euro.
Mit viel Herzblut setzt der Verein alles daran, dass sich auch Nürnberger Familien mit ihren Kindern, die unterhalb der Armutsgrenze leben, in der Altstadt willkommen fühlen können und genießen dürfen, was für viele andere ganz selbstverständlich zu Weihnachten gehört: Lebkuchen, Kinderpunsch, Bratwürste. Und wieder fand auch der Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König (CSU) die Zeit für einen Besuch und als besonderes Highlight besuchte auch das Nürnberger Christkind seinen Markt und brachte nicht nur Kinderaugen zum Strahlen.
Nürnberger Sternchenmarkt e. V.: 5.000 Besucher
Die Idee des Sternchenmarktes wurde im Jahr 2007 entwickelt. Und dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt konnte auch in diesem Dezember 2025 wieder eröffnet werden. Dank der Unternehmen Siemens, Sparkasse Nürnberg, Simba Dickie Group, Müller Medien, KSW Vermögensverwaltung, Adidas sowie Rödl und Partner konnten im Innenhof des Nürnberger Rathauses rund 5.000 Kinder und deren Eltern am Wochenende des 2. Advents begrüßt werden.

Zehn weihnachtlich geschmückte Buden waren aufgestellt worden, angeboten wurden Waffeln, Lebkuchen, Pommes, Getränke und Bratwürste, dazu gab es einen Losstand, an dem jedes Kind gewinnt. Passend zum Namen Sternchenmarkt e. V. wird hier mit Sternchen bezahlt.
Umgesetzt wird all dies in enger Kooperation mit dem Sozialamt der Stadt Nürnberg. Unterstützung erhält das Projekt auch von weiteren Serviceclubs wie zum Beispiel den Lions, Rotary und Rotaract Clubs, privaten Sponsoren und vielen ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern.
Da die Kinder und ihre Eltern von der Stadt Nürnberg ein Einladungsschreiben – es ist mit dem Siegel des Oberbürgermeisters versehen – erhalten, ist es auch notwendig, am Eingang zu begrüßen und die Gutscheine für Bratwurstbrötchen und Getränke zu verteilen.

An dieser Pforte war in diesem Jahr ein ganz besonderer Gast zu erleben, wie Mark Kaller (RC Nürnberg-Reichswald) als ehrenamtlicher Türsteher berichtet: Er begrüßte einen kleinen Jungen namens Lev, der ohne seine Eltern gekommen war. Lev bat um einen zusätzlichen Stern für ein Bratwurstbrötchen – eben jenen Stern, der seinen Eltern als Begleitern zugestanden hätte. Natürlich erhielt er ihn.
Ein kleiner Junge bringt die Erwachsenen zum Strahlen
Schon wenig später bot jener Junge an, quasi als Gegenleistung, bei einem der Stände mitzuarbeiten. Er durfte und trat so engagiert beim Getränkestand des Unternehmens Rödl auf, dass er am Ende regelrecht den ganzen Laden am Laufen hielt, wie die Rödl-Mitarbeiter schmunzelnd erzählten. Schließlich nutzte Lev noch die Chance, Oberbürgermeister Marcus König persönlich zu begrüßen. Er schilderte, dass er das Stadtoberhaupt schon früher bei einem Besuch an seiner Schule kennengelernt habe.
Man muss Lev dankbar sein. Er hat uns gezeigt, dass jeder jeden Tag aufs Neue die Welt gestalten kann.
Jan Möllendorf und Joachim Bisch (RC Nürnberg-Kaiserburg) sowie Martin Fürsattel (RC Nürnberg-Reichswald) wissen schon jetzt: Der Sternchenmarkt wird auch im nächsten Jahr – am 5. und 6. Dezember 2026 – wieder seine Pforten öffnen.
Das Foto oben wurde uns freundlicherweise von Peter Maskow, Redaktion Marktspiegel, überlassen. An dieser Stelle auch herzlichen Dank an ihn!
Das Bild zeigt von links: OB Marcus König, Jan Möllendorf (Vorstand Sternchenmarkt e.V.), Michael Oschmann, CEO Sellwerk, Martin Fürsattel (Schatzmeister Sternchenmarkt e.V.) und das Nürnberger Christkind Nora Falk. Joachim Bisch (Vorstand Sternchenmarkt e.V.) und Mark Kaller (RC Nürnberg-Reichswald).