Schicksalsorte

Erinnerungstafel Schicksalsort, Menschen stehen davor

Unser Bild zeigt, von links, den Hofer Landrat Dr. Oliver Bär, Past-Präsident Ralph Müller und Past-Präsident Achim Hager (rechts)

Grenzziehung, Stacheldraht und  Wohnhäuser, die einfach plattgemacht wurden: Die ehemalige Teilung zwischen beiden deutschen Staaten hatte tiefe Wunden in die  Landschaft gegraben und Narben bei den Bewohnern hinterlassen.

Bei Papstleithen im Vogtland wurde nun die ersten Erinnerungstafeln aufgestellt, die am „Grünen Band“ und dem ehemaligen Kolonnenweg an jene „Schicksalsorte“ aufmerksam machen.   35 bis 40 Kilometer auf dem Grünen Band, vom Dreiländereck bei Oberprex bis zum Drei-Freistaatenstein bei Feilitzsch werden so mit Informationsstelen  ausgestattet.

Die Rotary-Clubs Hof-Bayerisches Vogtland und Schloss Voigtsberg haben zusammen mit dem Distrikt 1880  tief in den Spendentopf gegriffen. „16.000 Euro haben mein Präsidentenkollege Ralph Müller und ich mit den Clubs und der damaligen Governor Sabina Gärtner-Nitsche aufgebracht, um das erst privat initiierte Projekt möglich zu machen“, erzählt Achim Hager. Nun wurde bei   Papstleithen   die feierliche Einweihung des sächsisch-bayerischen Projektes begangen – im Beisein der Initiatoren, der Anwohner und mit Vertretern von Politik und Gemeinwesen und dem Bund Naturschutz. Denn auf dem ehemaligen Kolonnenweg wird künftig nicht nur über Geschichtliches, sondern auch Wichtiges zu Flora und Fauna zu lesen sein, schließlich ist auch der Bund Naturschutz in Bayern mit im Boot. Die Information erfolgt aufgrund der Nähe zu Böhmen nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Tschechisch.