Rotarier aus Weiden unterstützen Hochschule in Saporischschja

Erhard Bühler, General a. D., hatte über die sicherheitspolitische Lage angesichts des russischen Angriffskrieges gesprochen.

Die beiden Rotary Clubs aus Weiden, der RC Weiden und der RC Weiden-Max Reger, setzten mit 2.000 Euro ein deutliches Zeichen der Solidarität: Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden will ihre Partneruniversität in der Ukraine unterstützen. Nach einem Raketenangriff am 7. Juli 2025 wurde die Nationale Technische Universität Saporischschja Polytechnik im Südosten der Ukraine schwer beschädigt. Ein Studentenwohnheim, Labore und Vorlesungssäle wurden zerstört.

2000 Euro Spenden: Wolfgang Bayer und Robert Stahl, die Präsidenten des RC Weiden Max Reger und des RC Weiden, übergaben einen symbolischen Scheck an die OTH. Die Hilfe geht an die Partneruniversität in Saporischschja. Vor Ort bedankte sich die Vertreterin der Hochschule und des Kompetenzzentrums Bayern – Mittel- und Osteuropa (KOMO) Marian Mure.
2000 Euro Spenden: Wolfgang Bayer und Robert Stahl, die Präsidenten des RC Weiden Max Reger und des RC Weiden, übergaben einen symbolischen Scheck an die OTH. Die Hilfe geht an die Partneruniversität in Saporischschja. Vor Ort bedankte sich die Vertreterin der Hochschule und des Kompetenzzentrums Bayern – Mittel- und Osteuropa (KOMO) Marian Mure.

Die Rotarier haben an die OTH Amberg-Weiden 2.000 Euro übergeben, diese Hilfe aus der Oberpfalz soll an der Universität Saporischschja Polytechnik dazu beitragen, Computer, Laptops und Lehrmaterialien anzuschaffen, um den Studienalltag zu stärken, Forschungsprojekte am Leben zu halten und jungen Menschen eine Perspektive zu geben – trotz Krieg und Unsicherheit. Damit die Studenten unter diesen schwierigen Bedingungen weiterlernen können, sammelt die OTH Amberg-Weiden unter anderem Laptops, Drucker und andere technische Geräte. Den Transport übernimmt die Organisation Space Eye e.V. Weiden.

Sichere Lieferung in die Ukraine

Seit dem Jahr 2019 leistet Space-Eye e. V. Nothilfe, dokumentiert Flucht und unterstützt Bildungsprojekte. Der Ableger in Weiden wurde von Andreas Lehner und Freunden im Winter 2022 gegründet. Er koordiniert vor Ort die OTH-Partnerschaft. Dazu sammelt der Verein gezielt Technik, prüft Spendenlisten und organisiert die sichere Lieferung in die Ukraine. So kommen Mittel und Geräte dort an, wo sie dringend gebraucht werden.

Die Spendensumme, übergeben von den beiden RC Präsidenten aus Weiden, Wolfgang Bayer und Präsident Robert Stahl, stammt aus einem Vortragsabend mit General a. D. Erhard Bühler, sowie zusätzlichen Beiträgen der Rotarier. Vor Ort bedankte sich die Vertreterin der Hochschule und des Kompetenzzentrums Bayern (KOMO) Mittel- und Osteuropa, Marian Mure.

Rotary spendet für Ukraine: Vortrag füllte Audimax

In einem hochkarätigen Vortrag hatte Erhard Bühler, General a. D., Ende Oktober 2025 die sicherheitspolitische Lage analysiert und Entwicklungen eingeordnet zu dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Prof. Dr. OTH-Präsident Clemens Bulitta (RC Weiden) hatte den großen Hörsaal zur Verfügung gestellt.

 Erhard Bühler, General a. D., hatte in einem Vortrag die sicherheitspolitische Lage analysiert.
Erhard Bühler, General a. D., hatte in einem Vortrag die sicherheitspolitische Lage analysiert.

Zerstörte Uni braucht Technik und Material

Getragen wird die Kooperation von der OTH Amberg-Weiden und dem Kompetenzzentrum Bayern – Mittel- und Osteuropa (KOMO). Das Zentrum informiert über Chancen in den Ländern Mittel- und Osteuropas, fördert Projekte, Lehrmodule und den Austausch. Durch das Netzwerk sollen auch in diesen Krisenzeiten Kontakte stabil bleiben. Die Verantwortlichen betonen, dass Spenden transparent und effektiv eingesetzt werden. Sie unterstützen die Lehre, sichern Prüfungen ab und ermöglichen Mobilität, sofern Wege offen sind.

Heute Kompetenzen aufbauen, und morgen beim Wiederaufbau helfen

Unter dem Dach des Projekts TANDEM-UA-DE entwickelt die OTH gemeinsam mit sechs ukrainischen Universitäten ein Doppelabschlussprogramm in Digital Technologies und Management. Geplant sind zwanzig gemeinsame Module, gedacht ist unter anderem an Praktika in deutschen Unternehmen.

Als weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden unterstützt der Deutsche Akademische Austauschdienst, DAAD, das Vorhaben im German-Ukrainian University Network. Für Studierende bedeutet das planbare Wege in unsicheren Zeiten. Das Ziel: Wer heute Kompetenzen aufbaut, kann morgen beim Wiederaufbau helfen – in Forschung, Verwaltung und Wirtschaft.

Nächste Schritte und Besuch aus der Ukraine

In Kürze kommen mit Prof. Dr. Nadiia Shmygol und Dr. Andrii Kuts zwei Gäste der Nationalen Universität „Zaporizhzhia Polytechnic“ nach Weiden. Sie berichten über die Lage vor Ort und stellen das gemeinsame Projekt vor. Außerdem wollen sie mit der OTH weitere Kooperationen ausloten, etwa zu Modulen, Praktika oder technischer Ausstattung. Damit bleibt die Partnerschaft handlungsfähig. Wichtig ist, dass Informationen, Spenden und Lieferungen zusammenpassen und dauerhaft Wirkung entfalten.