Exklusiv für Rotary: Orangenplätzchen von Meisterin Carolin Brunner

Carolin Brunner hat mit ihrer Kollegin Tina Herzog den renommierten Titel "Master of Sweets" geholt

Pralinen gießen, Eis herstellen, Kuchen backen – der Alltag von Carolin Brunner (35, im Bild oben links zu sehen) ist süß. Sie ist Konditorin, ein Beruf mit Tradition in ihrer Familie. Sie hat das Unternehmen ihrer Eltern im Jahr 2020 in fünfter Generation übernommen, bereits seit 136 Jahren glänzt die Familie mit ihren süßen Törtchen.

„Konditorin“ so sagt die zweifache Mutter Carolin Brunner (RC Schwandorf) sei ihr „Traumberuf“. „Patisserie Brunner“ ist über dem Geschäft im Herzen von Schwandorf auf einem Schild zu lesen. Der französische Begriff ließe sich mit Konditorei übersetzen, aber das wäre nicht ganz zutreffend: Kuchen ist hier Kunst.

Dreierlei süße Törtchen für ihre Rotary-Freunde

Beim Sommerfest des RC Schwandorf verwöhnt die Konditormeisterin die Freundinnen und Freunde mit einem Dreierlei: Cheesecake Himbeere, Mango-Schokolade und Erdbeeren mit weißer Schokolade nannte sich ihre süße Versuchung und als „einfach nur sündhaft lecker“  werden ihre Werke von Kunden per Google Rezension bewertet – allein der Anblick der Torten und Törtchen ist eine Freude und ihre Pralinen sind es wert, einen Umweg zu fahren, wenn man irgendwo in der Oberpfalz unterwegs ist.

Wer zu weit weg ist und der eigenen Weihnachtsbäckerei das sprichwörtliche Sahnehäubchen aufsetzen will: Zwar ist der Online-Shop der Patisserie Brunner aus zeitlichen Gründen gerade still gelegt, doch will ein rotarischer Freund trotzdem gerne was bestellen, „senden wir Pralinen, Schokoladen, Lebkuchen und Plätzchen gerne zu!“, lächelt Carolin Brunner.

Eine Praline, die cremig wie eine Latte Machiatto schmeckt, der leichte Crunch von Salzkaramell, der auf Passionsfrucht trifft – und wer hätte gedacht, dass sich eine süß-saure Kalamansi-Frucht so gut mit dem Geschmack von Rote Beete verträgt und Vanillecanache dazu perfekt harmoniert?

Einfallsreichtum, Kreativität, exakte Handwerkskunst

Nein, es nicht einfach nur Geschmacksache. Der Genuss von Carolin Brunners kleinen Kunstwerken lässt einen regelrecht dahin schmelzen: Und ihr Einfallsreichtum, die Kreativität und ihre exakte Handwerkskunst ist auch jenen aufgefallen, die mit süßen Törtchen hunderttausende Zuschauer in der ganzen Republik vor die Fernsehgeräte locken wollen. Im Jahr 2022 war die Konditorin aus Schwandorf bei RTL zu sehen – und holte am Ende in der Backshow „Master of Sweets“ den Titel in der „fabelhaften Welt der Zuckerbäcker“.

 

Aber von vorne: Es war eine unglaublich anstrengende Zeit, erinnert sich Caroline Brunner. Aber auch ein „großes, tolles Abenteuer!“ Als die E-Mail von Endemolshine in ihrem E-Mail-Postfach landete, hatte die Corona-Pandemie gerade das Land im Griff, in Schwandorf bauten Carolin Brunner und ihr Ehemann das Café um. Es gab also genug zu tun, als die Einladung zum Casting für die TV-Show „Master of Sweets“ ankam. Es folgten schlaflose Nächte, viele Gespräche mit der Familie.

Doch ihr Ehemann Tobias Brunner  – er ist Koch, selbst sehr engagiert und aktuell Präsident des Round Table Schwandorf –  ermutigte sie. Und so ging es los.

Hartes Training in der Backstube: üben, üben, üben!

Ihre Kollegin Tina Herzog (42) sagte sofort zu. Die gebürtige Sächsin hatte unter anderem bis 2018 in Hamburg das Patisserie-Team im Hotel „Atlantic“ in Hamburg geleitet, mittlerweile betreibt sie im Emsland ein Tortengeschäft – nicht gerade der nächste Weg in die Oberpfalz. Doch Tina Herzog hat bereits viele Tortenwettbewerbe gewonnen und als Carolin Brunner anfragte, begann ein hartes Training. Üben, Üben, Üben. Tina Herzog fuhr regelmäßig nach Schwandorf.

Und dann ging es endlich los im TV-Studio in Köln: Innerhalb von zwei Stunden bauten die beiden Konditormeisterinnen einen japanischen Garten mit essbaren Wasserbomben und einem schwebenden Zuckerballon, innerhalb von acht Stunden kreierten sie eine Unterwassserwelt  – und schaffen es eine Runde weiter. In der zweiten Folge sollte eine Torte zum Thema Märchenwelt präsentiert werden, mit „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ überzeugten die beiden Frauen erneut die Jury.

Jury jubelte: „Patisserie-Kunst in Vollendung!“

All diese Herausforderungen kann der TV-Zuschauer zwar sehen – und in der Mediathek noch immer aufrufen – doch ob er die Handwerkskunst wirklich nachvollziehen kann? Die filigranen Zuckerwerke der kreativen Konditoren müssen in den anspruchsvollen Wettbewerben auch in der Statik überzeugen, als zusätzliche Schikane wurde in einer Leistungsprüfung die Uhr abgestellt.

Es folgten Runden, in denen Carolin Brunner und Tina Herzog ein süßes Eis im herzhaften Look –  Forelle Müllerin mit Spargel und Kartoffel – präsentierten. Im Finale statteten sie ein Model mit einem Rock aus vielen einzelnen Schokoladenplättchen aus, fertigten ein Oberteil aus Modellier-Schokolade. Und am Ende geriet das süße Finale zur Hommage an den eigenen Beruf: Sie kreierten aus Zucker, Kuchen, Eis und Schokolade einen Konditor, der seinerseits eine vierstöckige Torte präsentierte. „Patisserie-Kunst in Vollendung“, jubelte die Jury.

Der Titel „Master of Sweets“ wird hoch gehandelt, er ist mit 25.000 Euro dotiert und in der Branche sehr anerkannt.

„Wir haben alle Liebe und alles Können in die Challenge gesteckt“, ein „unbeschreibliche Gefühl“, und „ein toller Sieg bei so vielen großartigen Kandidaten!“ Bis heute, so Carolin Brunner, sei sie froh für die Zeit – ihre Dankbarkeit gilt ihren Kollegen, die sie kennen lernten durfte und vor allem auch ihrer Familie und ihrem tollen Team in Schwandorf.

Und hier kommt – exklusiv für Rotary – Carolin Brunners Tipp für die Weihnachtsbäckerei!

Orangenplätzchen:

  • 340 Gramm Mehl
  • 320 Gramm weiche Butter
  • 240 Gramm  Puderzucker
  • 280 Gramm Ei
  • 72  Gramm Orangenabrieb

Herstellung:
Die weiche Butter mit Puderzucker und Orangenabrieb in eine Rührmaschine geben und bei langsamer Stufe aufschlagen, nach und nach die Eier zugeben zum Schluss das Mehl unterheben. Nicht zu stark aufschlagen!
Die Rührmasse mit einer Lochtülle und einem Spritzbeutel tupfenförmig auf ein Backblech mit Backpapier dressieren. Bei 200°C Oberhitze und 180°C Unterhitze etwa 7 Minuten backen (je nach Größe des Dressierens). Abkühlen lassen und mit Orangenmarmelade zusammensetzen.

Kleiner Tipp: gerne noch einen Schuss Cointreau zugeben. Zum Schluss die Orangenplätzchen halb in temperierter Zartbitterkuvertüre tauchen – und genießen.